Über uns

Wer wir sind

Streetkidsrise.org hat mit unserem Verein ‘Love from above’ die Vision, Strassenkindern in Burundi eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Wir sind das Ehepaar Tobias Zweifel & Deborah Ndarigendere.

Auf meinen Reisen in das Heimatland Burundi meiner Frau begegneten wir vielen Kindern, die auf den Strassen leben. Viele von ihnen sind nicht Vollwaisen. Oft haben sie noch einen Elternteil, sind aber durch Armut, familiäre Konflikte, Ablehnung, Gewalt oder Überforderung auf der Strasse gelandet.

Diese Kinder tragen Misstrauen, Enttäuschung und Überlebenskampf in sich. Sie brauchen Nahrung, Kleidung, Schutz und Bildung. Aber sie brauchen auch mehr: eine neue Identität.

Wir wollen sie nicht von uns abhängig machen. Wir wünschen uns, dass sie ‘Love from above’ erleben: die göttliche, bedingungslose Liebe. Weg von der Identität als Strassenkind – hin zur Identität als geliebtes Kind Gottes.

Unsere Vision

Wir können nicht die Welt verändern. Doch wenn sich die Welt eines Kindes verändert, dann ist dies auch eine veränderte Welt.

Unsere Vision ist, dass Strassenkinder in Burundi:

  • Nahrung und Kleidung erhalten,
  • ein sicheres Zuhause finden,
  • wieder zur Schule gehen können,
  • Sport, Musik, Kunst und praktische Fähigkeiten entdecken,
  • Heilung, Annahme und neue Hoffnung erleben,
  • wenn möglich wieder mit ihrer Familie versöhnt werden,
  • und Jesus Christus als Freund, Retter und Begleiter kennenlernen.

Warum Burundi?

Burundi gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Ca. vier Fünftel der Bevölkerung leben in Armut. Gleichzeitig ist Burundi ein sehr junges Land: Der Altersmedian liegt unter 17 Jahren.

Das bedeutet: ca. 7 Millionen Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren wachsen in einem Umfeld auf, in dem Nahrung, Bildung, medizinische Versorgung und familiäre Stabilität oft nicht selbstverständlich sind.

In Ngozi, einer Stadt im Norden Burundis, begegnen wir vielen Strassenkindern. Einige betteln, manche schnüffeln Leim, viele haben keinen geregelten Alltag, keinen Schulbesuch und kein stabiles Zuhause.

Burundi ist das Heimatland von Deborah Ndarigendere.

Was wir konkret tun

Aktuell haben wir in Ngozi ein Haus, in dem dauerhaft rund 20 Kinder leben. Zusätzlich kommen weitere Strassenkinder täglich vorbei.

Wir bieten:

  • tägliche Mahlzeiten,
  • Kleidung und Schulmaterial,
  • ein familiäres Zuhause,
    Begleitung im Alltag,
    Schulbesuch,
  • biblische Geschichten, Gebet und Ermutigung,
  • Sport, besonders Fussball,
  • Musik, Kunst und praktische Förderung,
  • Kontaktarbeit mit Familien,
  • Vorbereitung auf ein selbstständiges Leben.

Nicht jedes Kind kann sofort aufgenommen werden. Gründe sind fehlende Häuser, fehlende Mitarbeitende oder auch fehlende Bereitschaft einzelner Kinder, sich auf Regeln, Schule und Zusammenleben einzulassen. Trotzdem wollen wir auch diese Kinder täglich sehen, ihnen begegnen und ihnen kleine Schritte in Richtung Hoffnung ermöglichen.

Unser Haus in Ngozi

Unser Haus in Ngozi ist ein Ort der Hoffnung und des Trostes.

Dort leben aktuell rund 20 Kinder und Mitarbeitende.

Sie gehen zur Schule, erhalten Essen, Betreuung, hören biblische Geschichten, singen Lieder, werden ermutigt durch Gespräche, Bibellesen, Gebet, spielen Sport, gehen am Sonntag in die Kirche. Es gibt keine Tabuthemen: Gottes Liebe, Vergebung, Nächstenliebe, Disziplin, Hoffnung, Sexualität- über alles wird gesprochen und die Kinder werden wo möglich in Entscheidungen miteinbezogen.

Unsere nächsten Ziele

Wir möchten weiter wachsen und nachhaltige Strukturen aufbauen.

Geplant sind unter anderem:

  • eine grössere Halle,
  • mehr Wohnraum,
  • mehr Mitarbeitende,
  • Schneiderei,
  • Bäckerei,
  • Schreinerei/Zimmerei,
  • Schlosserei,
  • Coiffeursalon,
  • kleine mechanische Werkstatt,
  • Mühle für Mais und Maniok,
  • eigene Landwirtschaft mit Reis, Mais, Bohnen, Kartoffeln, Avocados und Honig.

Unser Ziel ist, Kindern und Jugendlichen nicht nur kurzfristig zu helfen, sondern ihnen Fähigkeiten zu vermitteln, mit denen sie später selbstständig leben können.

Unsere Geschichte

Wir, Tobias Zweifel & Deborah Ndarigendere lernten uns im 2022 in Ruanda auf einem Einsatz mit http://avc-ch.org kennen und heirateten am 15. Februar 2025 in Ruanda.

Auf der Reise zu Deborahs Verwandten in Burundi kamen wir in ‘Ngozi’ mit Strassenkindern in Kontakt.

Im Oktober 2025 begegneten wir erneut vielen dieser Kinder und gingen mehrfach mit ihnen essen.

Im Februar 2026 reiste Tobias für den ersten Hochzeitstag wieder nach Burundi. Während sechs Wochen erlebten wir, wie die Vision konkreter wurde: Ein Haus und ein Grundstück konnten gekauft werden. Während der Renovation kamen viele Kinder vorbei, halfen mit, spielten Fussball und erhielten Essen.

Nach über einem Jahr hatte Deborah ein Visa und durfte in die Schweiz einreisen. Bei der Abreise im März 2026 lebten bereits erste Kinder im Haus. Im September 2026 durften wir 18 Kinder in die Schule schicken, die ansonsten auf der Strasse wären.

Über Tobias

Tobias Zweifel wurde 1981 in Biel geboren und wuchs im Kanton Bern auf. Geistlich geprägt wurde er durch Freikirchen, die reformierte Landeskirche, Cevi-Jungschar/YMCA und Adonia.

Beruflich arbeitete er unter anderem als Maschinenmechaniker, Pflegefachmann, Chauffeur, Flugbegleiter und heute als Gleitschirm-Tandempilot in Interlaken.

Sein Einkommen als Tandempilot und Pflegefachmann hilft mit, die Vision in Burundi zu tragen. Spenden ermöglichen den Ausbau der Arbeit.

Über Deborah

Deborah Ndarigendere wurde 1997 in einem Dorf in Burundi geboren. Wegen fehlender finanzieller Möglichkeiten konnte sie erst mit 10 Jahren zur Schule gehen. Kurz darauf zog sie vom Land in die Hauptstadt und weiter nach Ruanda, konnte dort aber nach insgesamt nur zwei Jahren Schulbildung keine Schule mehr besuchen und arbeitete als Dienstmädchen.

Sie lernte später das Handwerk der Coiffeuse, zeigte grosses Talent, unterrichtete später selbst an einer Schule und eröffnete einen eigenen Coiffeursalon. Später arbeitete sie drei Jahre als Haushaltshilfe in Saudi-Arabien bevor sie wieder als Coiffeuse in Ruanda tätig war, wo sie auch Frauen das Handwerk lehrte, um ihnen aus der Armut zu helfen. 

Weil sie selbst unter fehlender Schulbildung gelitten hat, liegen ihr benachteiligte Kinder besonders am Herzen.